Reggie Wright Jr. bestreitet im Prozess „Keefe D“ seine Beteiligung am Mord an Tupac

Reggie Wright Jr. bestreitet im Prozess „Keefe D“ seine Beteiligung am Mord an Tupac

Reggie Wright Jr., ehemaliger Sicherheitschef von Death Row Records, bestreitet jegliche Beteiligung am Mord an Tupac Shakur und betont, dass er bei dem Vorfall im MGM Grand im Jahr 1996 nicht anwesend war. Damit reagiert er auf die Verteidigung von Keefe D, der Wright vorwirft, den Mord orchestriert zu haben, während Wright geltend macht, dass trotz der Anschuldigungen eines verstorbenen LAPD-Detectives nie Anklage gegen ihn erhoben worden sei. Der Prozess gegen Keefe D, der behauptet, eine aktive Rolle bei der Schießerei gespielt zu haben, hat begonnen, und Wright hofft, dass dabei die Wahrheit ans Licht kommt.

Die Auswahl der Geschworenen für einen der schwerwiegendsten Prozesse in der Geschichte des Hip-Hop hat begonnen. Reggie Wright Jr., ehemaliger Sicherheitschef von Death Row Records, meldet sich zu Wort. Seine Botschaft: Jahrzehntelange Verschwörungstheorien werden seine Geschichte nicht bestimmen.

Wright reagiert auf die Verteidigungsstrategie von Keefe D, der ihm nun die Schuld am Mord an Tupac im Jahr 1996 zuschreibt. Der 63-jährige Gangmitglied steht vor Gericht, und die Staatsanwaltschaft bereitet ihre Anklage vor. Wrights Aussage wird entscheidend sein, um zu verstehen, was in jener Septembernacht in Las Vegas wirklich geschah.

**Eine seltsame Begegnung**

Die Verbindung zwischen Wright und Keefe D? Die ist dünn. Wright war von 1985 bis 1996 bei der Polizei tätig und hörte Keefe Ds Namen nur am Rande. Ihre erste echte Begegnung fand Jahre später in einem Supermarkt namens Henry’s statt, in dem Keefe Ds Frau arbeitete.

"Ich ging nach draußen. Er hatte mich offenbar gesehen und kam auf mich zu. 'Hey, kleiner Reg, weißt du, wer ich bin?' Ich sah ihn an und er stellte sich als Keefe D aus Compton Southside vor. Ich musste lachen. Ich fragte ihn: 'Die lassen dich immer noch Compton für dich beanspruchen, obwohl jeder weiß, dass du geschnitzt hast?'", so Wright.

Diese Begegnung macht deutlich, wie weit sie voneinander entfernt waren. Keine jahrzehntelange Verbindung, wie manche behaupten.

**Wright war nicht da**

Wrights Alibi für den Vorfall im MGM Grand ist glasklar. "Ich war nicht dort. Ich gehörte nicht zur Gruppe und war nicht im MGM-Hotel, als sich der Vorfall zwischen Shakur, Knight, ihrer Crew und Anderson ereignete."

Die Staatsanwaltschaft behauptet, Keefe D habe die Schießerei als Vergeltungsmaßnahme inszeniert, nachdem Tupac und seine Leute Keefes Neffen Orlando Anderson am MGM Grand zusammengeschlagen hatten – wenige Stunden vor dem Drive-by. Wäre Wright dort gewesen, würde dies der Verschwörungstheorie mehr Gewicht verleihen. Aber er war nicht dort.

**Keine Anklage seit dreißig Jahren**

Seit fast drei Jahrzehnten steht Wright unter Druck, doch die Justiz hat ihn nie angeklagt. "Niemand von der Polizei hat mich jemals beschuldigt, am Tod von Tupac Shakur beteiligt gewesen zu sein, außer einem in Ungnade gefallenen Polizisten namens Russell Poole, der leider aufgrund gesundheitlicher Probleme verstorben ist", sagt Wright.

Poole, der ehemalige LAPD-Detective, der den Fall untersuchte, stellte die Theorie auf, dass Wright Jr. und andere Mitglieder von „Death Row“ an der Schießerei beteiligt waren. Seine Behauptungen führten jedoch nie zu einer Anklage. Es handelt sich weiterhin um unbewiesene Anschuldigungen eines pensionierten Polizisten.

**Keefe Ds eigene Worte**

Keefe Ds Memoiren aus dem Jahr 2019, "Compton Street Legend", dienen nun der Staatsanwaltschaft als Leitfaden. Der ehemalige Gangmitglied behauptet, er habe auf dem Beifahrersitz des Cadillacs gesessen und eine Waffe auf den Rücksitz weitergereicht. In seinem Buch schreibt Davis, dass Tupac und seine Crew "die Grenze überschritten" hätten, als sie Anderson zusammenschlugen, was die Vergeltungstheorie rechtfertigt.

Davis hat jedoch auch öffentlich behauptet, dass Wright den gesamten Anschlag inszeniert habe. Ein Widerspruch, den die Staatsanwaltschaft wahrscheinlich ausnutzen wird. Der Prozess wird voraussichtlich einen Monat dauern. Die Auswahl der Geschworenen begann am 10. August 2026.

Wright ist überzeugt, dass dieser Prozess endlich die Fakten von der Fiktion trennt.

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