Jermaine Dupri einigt sich mit Sony Music auf einen Vergleich in Höhe von $18 Millionen

Jermaine Dupri einigt sich mit Sony Music auf einen Vergleich in Höhe von $18 Millionen

Jermaine Dupri und Sony Music haben ihren Rechtsstreit über 18 Millionen Dollar wegen angeblich zu niedriger Tantiemenzahlungen an So So Def beigelegt, ohne dass die Bedingungen veröffentlicht wurden. Die Klage wurde freiwillig zurückgezogen, bevor Sony eine Klageerwiderung einreichte, wobei die Möglichkeit offen bleibt, erneut vor Gericht zu gehen, falls die Vereinbarung nicht eingehalten wird. Die ursprüngliche Klage bezog sich unter anderem auf nicht ausgewiesene Tantiemen für Kris Kross und andere Künstler, doch Details zu einer möglichen Zahlung oder Anpassung der Tantiemenabrechnung wurden nicht bekannt gegeben.

Jermaine Dupri und Sony Music haben ihren Konflikt beigelegt. Der Rechtsstreit um 18 Millionen Dollar ist beigelegt, doch was genau vereinbart wurde, bleibt hinter verschlossenen Türen.

Am Freitag ging beim Bundesgericht in Manhattan die Mitteilung ein: So So Def, Dupri und Sony haben den Rechtsstreit beigelegt, noch bevor Sony überhaupt eine Klageerwiderung eingereicht hatte. Der juristische Fachbegriff dafür lautet: freiwillige Rücknahme ohne Präjudiz gemäß Regel 41(a)(1) der Bundesprozessordnung.

Konkret bedeutet das: Sony musste nichts zugeben, nichts bestreiten und nichts öffentlich verteidigen. Der Fall wurde abgeschlossen, bevor der Kampf richtig losging. "Ohne Vorurteil" lässt die Tür offen – sollte die Vereinbarung nicht halten, kann Dupri erneut klagen.

In den Unterlagen ist kein Vergleichsbetrag angegeben. Es gibt keinen Zahlungsplan. Es gibt keine Erläuterung dazu, wie die Lizenzgebührenabrechnung bereinigt wird. Es wird lediglich festgestellt, dass die Parteien die Angelegenheit geklärt haben.

**Die ursprüngliche Behauptung**

Im Juli brachte AllHipHop die Geschichte an die Öffentlichkeit: So So Def warf Sony vor, für einen Katalog voller Klassiker strukturell zu geringe Tantiemen auszuzahlen. Xscape, Da Brat, Kris Kross, Jagged Edge, Usher, Mariah Carey, Bow Wow, J-Kwon und Bone Crusher – allesamt Künstler, bei denen laut Dupri die Zahlen nicht stimmten.

Die Anklage lautete eindeutig: "Viele der Handlungen von Sony im Zusammenhang mit So So Def waren rechtswidrig und haben dem Label geschadet."

Laut Dupri kam das Problem ans Licht, als Sony im Jahr 2023 neue und angepasste Lizenzgebührenabrechnungen verschickte. Daraufhin folgte eine interne Prüfung. Die heftigsten Vorwürfe betrafen Kris Kross. Dupri behauptete, Sony habe mehr als zwanzig Jahre lang Tantiemen für das Duo in einem separaten Buchhaltungssystem versteckt, das So So Def nicht bekannt war.

"Sony behauptete, nichts von diesem Fehler gewusst zu haben, weigerte sich jedoch absichtlich, die Zahlungen zu leisten, um Millionen zu vermeiden", heißt es in der Anklageschrift.

Die Zahlen: Über 33 Millionen Dollar an Kris-Kross-Verkäufen im Ausland in den Jahresabschlüssen von 2023 und 2024. Dupri forderte allein für *Totally Krossed Out* und *Da Bomb* mindestens 2,2 Millionen Dollar.

Auch Xscape und Da Brat wurden in der Klage genannt, mit fast zwei Millionen Dollar an nicht gemeldeten Einnahmen aus frühen Alben.

Dupri sprach von einem "systematischen Muster" aus zu niedrigen Angaben, nicht gemeldeten Tantiemen und nachträglich angepassten Übersichten. "Vorsätzlich betrügerisches Verhalten, um den Klägern zu schaden."

Die Forderung: mindestens achtzehn Millionen Dollar zuzüglich Zinsen, Prozesskosten und weiterer Schadensersatz.

**Stille nach dem Sturm**

Am 28. August unterzeichnete Rechtsanwalt Christopher Brown im Namen von Dupri und den beiden So So Def-Unternehmen die Rücktrittserklärung. Was hinter den Kulissen vereinbart wurde, bleibt unbekannt. Sony äußert sich nicht dazu, Dupri äußert sich nicht dazu.

Die Sache ist vom Tisch. Das Geld jedoch nicht – das ist irgendwohin geflossen, oder es kommt noch, oder es ist Teil eines Deals, den niemand zu Gesicht bekommen wird. So laufen diese Dinge meistens ab.

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